Karriere und Bewerbung Blog

Blog – Tipps rund um das Thema Karriere und Bewerbung

Heute geht es endlich los, mit diesem Eintrag startet unser Blog.
In Zukunft werden wir hier regelmäßig wertvolle Tipps rund um das Thema Karriere und Bewerbung für euch veröffentlichen. Zusätzlich könnt ihr uns gern eure Fragen in den Kommentaren hinterlassen. Wir werden versuchen, zeitnah darauf einzugehen, sofern der Ansturm nicht zu groß ist.

Euer SMART-Karriere Team

Anschreiben auf einer Bewerbungsmappe

Das Anschreiben Teil 1 Der Einleitungssatz

Selbst für erfahrene Bewerber ist die Einleitung der schwierigste Teil beim Anschreiben. Die Einleitung sollte immer individuell sein, Interesse wecken sowie positive Emotionen wie beispielsweise Neugier oder Begeisterung auslösen. Standardisierte Floskeln sind daher absolut tabu. Sie sind überflüssig, stehlen dem Leser in der Regel die Zeit und signalisieren Einfallslosigkeit.

Beispiele für so eine schlechte Einleitung der Bewerbung:

“Mit Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen …”
“Hiermit möchte ich mich auf die ausgeschriebene Stelle bewerben …”

Solche Sätze drücken Fakten aus, die ohnehin selbstverständlich sind, denn wäre kein Interesse vorhanden, würde gar keine Bewerbung folgen. Erfahrene Personaler sichten schon seit Jahren zahllose Bewerbungen mit solchen und ähnlichen Standardsätzen. Der jeweilige Bewerber wird damit also kaum auffallen und allenfalls ein gelangweiltes Überfliegen des weiteren Textes provozieren.

Viel wichtiger ist es, gleich im ersten Satz zum Wesentlichen zu kommen und ein Maximum an Aufmerksamkeit zu erregen. Ähnlich wie in den Printmedien, in denen die Schlagzeile immer die wichtigsten und schlagkräftigsten Argumente liefert, gilt es auch in der Einleitung, alle Vorteile ins Spiel zu bringen, die für das Unternehmen interessant sein könnten.
Eigene Qualifikationen, die für die Stelle relevant sind, persönliche Stärken und Erfahrungen sowie Eigenschaften, die in der Stellenausschreibung genannt wurden: All dies sollte im Anschreiben gleich zu Beginn erwähnt werden. Beim Personaler entsteht auf diese Weise von Anfang an das Bild eines motivierten und selbstbewussten Bewerbers, der seine berufliche Zukunft mit einem durchdachten Anschreiben aktiv und zielorientiert gestaltet.

Auch wenn sich diese neue Einleitung zunächst noch ein wenig fremd und unvollständig liest: Der Kandidat beweist mit seiner Bewerbung eindrucksvoll, dass er sich Gedanken gemacht hat und in der Lage ist, seine Vorzüge klar auf den Punkt zu bringen und sie mit den Anforderungen des Unternehmens zu verknüpfen. Letztendlich steigt mit einer individuellen und kreativen Einleitung natürlich auch die Lust aufs Weiterlesen: Ein Personaler, der bereits vom ersten Satz im Anschreiben gefesselt ist, wird sich auch dem weiteren Verlauf der Bewerbung viel intensiver widmen.

Solltet Ihr Euch unsicher mit eurem Anschreiben oder eurer Bewerbung fühlen, könnt Ihr gerne unser Angebot zur Analyse der Bewerbungsunterlagen in Anspruch nehmen.

Anschreiben auf einer Bewerbungsmappe

Das Anschreiben Teil 2 die Qualifikationen

Die eigenen Qualifikationen sind ein wichtiger Bestandteil der Bewerbung und dürfen in keinem Anschreiben fehlen. Aber es reicht aber nicht, die vorhandenen Kenntnisse aneinander zu reihen. Nur wer die Qualifikationen der ausgeschriebenen Stelle anpasst und sie richtig ins Szene setz kann damit in seiner Bewerbung punkten.

Beginnen Sie bei der Formulierung Ihrer Qualifikationen zunächst mit Ihren beruflichen Erfahrungen und Fähigkeiten. An erster Stelle muss immer, falls vorhanden, die aktuelle Tätigkeit oder Position stehen, anschließend kann gegebenenfalls ein kurzer Überblick über frühere Erfahrungen folgen. Dieser Überblick darf aber niemals zu ausschweifend formuliert werden, da für Details und Einzelaufzählungen der Lebenslauf vorgesehen ist.
Verzichten Sie außerdem auf alle Informationen, die keinen konkreten Bezug zu der jeweiligen Stelle haben. Auch bedeutungslose oder eigentlich selbstverständliche Aussagen müssen unbedingt verhindert werden.
Da eine Bewerbung aber auch immer als Eigenwerbung fungiert, sollten Sie betonen, was Sie von Mitbewerbern mit ähnlichen Qualifikationen unterscheidet. Stellen Sie Ihre fachlichen Stärken in den Vordergrund und verknüpfen Sie sie mit den Anforderungen aus dem Stellenprofil. Schreiben Sie dabei aber immer im Sinne des Unternehmenserfolges: Der Personaler sollte ohne langes suchen die Vorteile des Kandidaten und die daraus resultierenden Vorteile für das Unternehmen sehen können.

Ein Fehler, der in vielen Anschreiben gerade bei der Formulierung der Qualifikationen immer wieder gemacht wird: Der Bewerber schreibt im Konjunktiv. Er nutzt also Phrasen wie “Ich könnte für Sie …” und “Ich würde …”, anstatt selbstbewusst “Ich kann” und “Ich werde” zu verwenden. Der Konjunktiv wirkt in einer Bewerbung wenig überzeugend und weckt bei keinem Personaler echtes Interesse.
Verzichten Sie besser auf Standardaussagen sondern liefern Sie ganz konkrete Beispiele, die Ihre speziellen Qualifikationen beweisen.
Wenn Sie diese Hinweise für die Qualifikationen bei ihrem Anschreiben beachten können Sie schon mit dem Anschreiben, den Personalverantwortlichen mit ihrer Bewerbung von ihren Qualifikationen überzeugen.

Anschreiben auf einer Bewerbungsmappe

Das Anschreiben Teil 3 Soft-Skills

Soziale Kompetenzen, die im Fachjargon als Soft Skills bezeichnet werden, haben mittlerweile einen festen Platz im Anschreiben, denn mit ihrer Hilfe kann sich das Unternehmen einen ersten Eindruck von der Persönlichkeit des Bewerbers verschaffen.
Innerhalb der Bewerbung haben Sie mehrere Möglichkeiten, Ihre individuellen Soft Skills darzustellen: Entweder führen Sie die vorhandenen Eigenschaften zusammen mit einer kurzen, aber passenden Begründung auf, oder Sie verweisen auf ein bestimmtes Projekt, das Sie dank Ihrer Soft Skills bereits erfolgreich meistern konnten. Die zweite Variante bietet sich vor allem in technischen und kreativen Berufen an, in denen in der Regel handfeste Erfolge zählen. Manchmal kann es aber auch sinnvoll sein, den Mehrwert für das Unternehmen zu betonen. Möchten Sie beispielsweise als Außendienstler im Vertrieb tätig sein, beleuchten Sie, wie positiv sich Ihr Präsentationsgeschick oder Ihr sicheres Auftreten auf den Kundenstamm auswirken könnte. Verzichten Sie jedoch generell auf eine kommentarlose Aneinanderreihung bestimmter Attribute oder eine zu umfangreiche Aufzählung. Mehr als drei Soft Skills sollten im Anschreiben nicht erwähnt werden, da dies zu unglaubwürdig und übertrieben klingen würde. Achten Sie zudem darauf, dass die Eigenschaften auch zum Stellenprofil passen.
Viele Bewerber gehen bei ihrer Bewerbung am liebsten auf Nummer sicher und verwenden im Anschreiben Soft Skills, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten und kaum Individualität ausdrücken. Beispiele sind unter anderem Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und auch Loyalität. Seien Sie kreativer und greifen Sie auf Eigenschaften zurück, die zwar mit dem Berufsbild vereinbar sind, aber dennoch nicht abgedroschen oder einfallslos klingen.

Je nachdem, welche Anforderungen das Unternehmen stellt, könnten dies unter anderem folgende Soft Skills sein:
Problemlösungskompetenz
Teamfähigkeit
Einsatzbereitschaft
Verantwortungsgefühl
Kommunikationsfähigkeit
Beginnen sollten Sie in Ihrer Bewerbung immer mit der Eigenschaft, die bei Ihnen besonders stark ausgeprägt ist und mit der Sie in besonderem Maße punkten können.
Wenn Sie Ihre Soft Skills im Anschreiben optimal darstellen und einsetzen, wecken Sie die Neugier und das Interesse des Unternehmens. Einfallslose Standardeigenschaften lösen dagegen allenfalls ein flüchtiges Überfliegen der Bewerbung aus.